Neuer Lieblingsgraph

Ich bin immer mal wieder auf der Suche nach einer weiteren Möglichkeit meinen Fortschritt in Richtung Finanzielle Unabhängigkeit zu visualisieren. Ich hatte die Idee, das Näherrücken meines nächsten Meilensteins in einem Diagramm darzustellen.

Mein nächster Meilenstein ist ein sehr großer, vielleicht der wichtigste, den ich jemals erreichen werden

300.000 € arbeiten für mich und generieren damit 1.000 € passives Einkommen bei 4 % Entnahmerate. Das ist mein nächster Meilenstein. Dieser Meilenstein ist mir aus drei Gründen besonders wichtig:

  1. Die Wahrscheinlichkeit mein Vermögen aufzuzehren, auch wenn ich nicht mehr arbeite, nimmt deutlich ab.
  2. Ich muss dem Staat gegenüber nicht mehr als Bittsteller auftreten, sollte ich einmal nicht mehr arbeiten wollen oder können – mehr als 1.000 € würde ich durch Arbeitslosengeld II als Single nicht erhalten und die generieren ich mit 300.000 € einfach selbst.
  3. Die Millionen ist nicht mein Ziel, aber: Ich hab auf der Zeitachse die Hälfte der Wegstrecke auf dem Weg zur Millionen zurückgelegt. 300.000 €, die für einen arbeiten, bedeuten auch, dass der Schneeball schneller und schneller rollt. Die Erträge aus Zins und Zinseszins entsprechen schon bald meiner monatlichen Sparleistung (denn immerhin arbeitet mein Kapital so hart für mich, als hätte ich zusätzlich zwei Minijobs angenommen).

Einen ausführlichen Post zum Thema Meilensteine habe ich hier abgelegt.

Scheingenauigkeit

Eigentlich habe ich mich immer dagegen gesträubt, das Datum, an dem ich meine Finanzielle Unabhängigkeit erreichen werden, auszurechnen. Die deutsche Sprache hält für diese Art der Berechnungen ein ausgezeichnetes Wort parat: Scheingenauigkeit.

Ich weiß einfach nicht, ob ich auch in Zukunft soviel sparen und investieren kann, wie ich es gerade tue. Ich weiß nicht, ob es meinen Job in zwei Jahren noch geben wird. Ich weiß nicht, ob sich die Steuergesetzgebung zu meinem Nachteil ändern wird, ob ich eine Zwangshypothek auf meine Immobilien aufnehmen muss, ob sich meine Lebenssituation durch Liebe, Krankheit, neue Ziele ändern wird. Zu guter letzt: Ich weiß nicht, ob die Märkte 5 % p.a. nach Inflation machen werden (das machen sie ja eh nur durchschnittlich und dieser Wert kommt durch + 25 %, – 8 %, – 13 %, + 12% usw. zu Stande).

Für diese Projektionen müssen also viele Variablen berücksichtigt werden, auf die ich nur bedingt (oder oft auch gar keinen) Einfluss habe. Aber: Ich nähere mich mit großen Schritten diesem mir so wichtigen Zwischenziel. 300.000 € Kapital rücken in greifbare Nähe und ich mache durch Jobwechsel und meinen weiterhin sparsamen Lebensstil große Fortschritte. Und je näher die „300k“ rücken, desto passender wird auch die Prognose. Ob es Übermorgen regnet lässt sich ja auch leichter vorhersagen, als das Wetter in vierzehn Tagen.

Einkommen, Sparrate, Tage bis zur Finanziellen Unabhängigkeit, Datum der Finanziellen Unabhängigkeit – alle in einem!

Fortschritt_300k_0618.png

Gebaut habe ich dann dieses Diagramm. Auf der x-Achse der Zeitraum von Oktober 2011 bis heute. Jeder Monat bekommt einen Datenpunkt. Auf der ersten y-Achse den Zeitraum von 2017 bis 2034 – also immerhin siebzehn Jahre. Hier lese ich das FI-Datum ab. Auf der zweiten y-Achse Werte zwischen 0 und 1.400. Für die Balken „Ausgaben“ und „Gespart“ gibt die Achse €-Wert an. Für den orangenen „Tage bis FI“-Graph muss ich die Skala mit 10 multiplizieren. Im April 2017 waren es also z.B. noch gut 2000 Tage, bis ich 300.000 € Kapital – und damit die Finanzielle Unabhängigkeit – erreicht haben würde.

So wird deutlich, wie sehr Sparrate und der Zeitraum bis zur Finanziellen Unabhängigkeit miteinander korrelieren. 2016 habe ich kaum sparen können. Ich wurde schlecht bezahlt, war viel mit dem Auto unterwegs und hatte insgesamt höhere Ausgaben als heute. So stagnierte auch der Zeitraum, den ich benötigen würde, um 300.000 € Kapital zusammenzutragen.

Erst als ich 2017 wieder kräftiger sparte – meine (finanziellen) Ziele wieder intensiver verfolgte – gelang es mir Fortschritte zu erzielen und prompt verringerte sich auch der Zeitraum bis zur Finanziellen Unabhängigkeit.

Diesen Graphen schaue ich mir immer wieder an

Jetzt aktualisiere ich diesen Graphen an jedem Monatsanfang. Ich will betonen, dass für mich hier nicht „die Jagd nach dem Geld“ wichtig ist. 300.000 € sind eine nette Summe, aber darum geht es nicht. Die durchschnittliche Sparrate ist mir wichtig und wieviel näher sie mich meinem Ziel der Finanziellen Unabhängigkeit bringt.

Ich habe immer noch einen weiten Weg zu gehen. Aber ich gehe ihn heute automatisiert und er läuft sich gerade fast wie von alleine. Beharrlich einen Fuß von den anderen zu setzen ist gar nicht so schwierig, wenn man erst einmal in Schwung gekommen ist. Irgendwann 2021 sollte es soweit sein. Das ist immer noch weit weg, aber eben doch ein überschaubarer Zeitraum.

1 Kommentar zu „Neuer Lieblingsgraph“

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